Der Start Das Ich Die (H)existenz Der Liederladen
Das Asylum Der Satanismus Die Gedichte Die Links
Das Ende Das Gästebuch Der Kontakt Das Abo
HOST x DESIGN

nImM aBsChIeD mEiN kInD

 

Nimm Abschied mein Kind.
Die Zeit ist verrinnt.
Deine Mutter ist tot.
Groß nun deine Not

Du kannst es nicht verstehen.
Hast deine Mutter gesehen.
In der Küche, hängend am Strick.
Ganz blass, mit gebrochenen Genick.

Sie wollte mit ihrer Schuld nicht mehr weiterleben
Durch ihren Tod nur konnte sie dir die Wahrheit geben.
Ins Gesicht sagen konnte sie es dir nicht.
Ihre Feigheit siegte vor der Pflicht.

Viele male liest du, ohne zu begreifen, ihre Zeilen.
Die Buchstaben sich immer wieder vor deinen Augen wild verteilen.
Doch in ihrem Testament steht es schwarz auf weiß.
Als du den Sinn der Zeilen verstehst, wird dein Herz zu Eis.

Sie konnte keine eigenen Kinder bekommen.
Drum hat sie dich einer anderen Mutter weggenommen.
Sie hat dich vor vielen Jahren entführt.
Doch davon, mein Kind, hast du nichts gespürt.

Dir gab sie all ihre Liebe.
Nie bekamst du von ihr Hiebe.
Sie zog dich voller Hingabe groß.
Du fühltest dich wohl in ihrem Schoß.

Du kannst die ganze Geschichte noch immer nicht fassen.
Sollst du sie nun lieben oder hassen?

 

Kopiert von http://www.gothic-gedichte.de/


Gratis bloggen bei
myblog.de